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Sowohl die Musik als auch der Zuckerrohrschnaps Grogue spielen eine wichtige Rolle auf den Kapverden.
Die Musik, die allgegenwärtig ist, spiegelt die verschiedensten Stile wider. Der Einfluss stammt von mehreren Kulturen und Rhythmen: Den Fado, die Polka und die Mazurka aus Europa. Aus Brasilien den Bossa Nova und die Samba und man hört die Trommeln Afrikas und den Merengue und den Zouk aus der Karibik.


Die Musik der Kapverden ist auch immer Ausdruck der innersten Gefühle, Träume und Sehnsüchte der Menschen Cabo Verdes.
Durch die Emigration vieler Kapverdianer nach Europa und Amerika, aber auch durch die tradierte jahrelange Unterdrückung im Sklavenhandel, hat sich bei den Menschen ein ganz eigenes Gefühl von Sehnsucht entwickelt. Die so genannte „Saudade“, die auch aus dem portugiesischen Fado bekannt ist, zieht sich wie ein Leitmotiv durch die Literatur und Musik der Inseln. Diese Empfindung zwischen Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit zu einem Menschen, Nostalgie und dem Vermissen der Heimat, ist quasi allgegenwärtig.
Jede Insel hat ihren eigenen „Sound“. Aus Geräuschen der See und des Wassers, dem Wind und dem Echo der Berge. Materialien aus Eisen, Plastik, Glassflaschen und Dosen dienen als natürliche Materialien für Instrumente ebenso wie Holz, Muscheln, getrocknete Kürbisse und Schoten.
Wie wichtig die Musik für die Kapverdianer ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass es bei nur 400.000 Einwohnern stolze 5 Radiosender gibt, die nahezu 24 Stunden „on air“ sind. Ganz zu schweigen von den vielen Veranstaltungen mit Live-Musik oder den zahlreichen privaten Treffen, bei denen immer einer ein Instrument dabei hat, das plötzlich den Ton angibt.

Das Nationalgetränk der Kapverden ist der Zuckerrohrschnaps Grogue.
Zuckerrohr wird insbesondere auf den fruchtbaren Böden Santo Antãos angebaut. Das Zuckerrohr kam mit den ersten Sklaven aus Afrika und schon sehr bald begann das Brennen von Schnaps.
Erntezeit ist von April bis Ende Juni. Die abgehackten Zuckerrohrstangen werden gebündelt und im „Curral“ ausgepresst.
Der fermentierte Zuckerrohrsaft wird eimerweise in einen Kupferkessel gekippt und zum Kochen gebracht. Irgendwann beginnt das Destillat dann tröpfchenweise zu fließen. Jetzt gilt es den richtigen Zeitpunkt abzupassen, wann statt Methylalkohol genießbarer Grogue herauskommt. Jeder Schnapsbrenner hat ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt, trotzdem schmeckt der Schnaps in jeder Kneipe anders.
Grogue ist ein Rachenputzer, besonders wenn man ihn noch warm direkt aus dem Destillierapparat trinkt. In jeder Kneipe auf Santo Antão bekommt man ihn nicht in Schnapsgläsern ausgeschenkt, sondern gleich die ganze Flasche auf den Tisch gestellt. Für die nicht ganz so harten gibt es aber auch noch die entschärfte Version, den Ponche. Das ist Grogue, gestreckt mit Limonen und Honig.
Hören Sie kapverdianische Klänge und probieren Sie einen typischen Grogue direkt auf den Kapverden.

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